Cavalcade
2019 35mm / 3D 5 Minutes 7.1 Sound Colour 24fps Multiformat 1:1.37 - 1:2.39 Edition of 5+2

Capital Cuba

March 21st and 23rd Cavalcade at the Diagonale Graz
March 24th Cavalcade will screen at the Vilnius International Film Festival
March 13 - April 21st Cavalcade at the Kunsthaus Graz

Can we believe our eyes? The short films of Johann Lurf often explore the enigmatic territory between the real and the perceived, challenging our senses to comprehend visions and sounds taken from the environment around us by means of subtle, beautiful trompe l'œil effects. Cavalcade, equally dazzling in 2D or 3D, sees him make a direct intervention into physical space for the first time.
The artist designed and constructed a 150cm-diameter water wheel, with one face divided into various patterned circles of varying shapes and colour. It was then fixed in place in a stream; we observe the wheel in rest, motion and rest again from a single vantage point, as it is illuminated by strobe lights synchronised with 35mm cameras. Clockwise and anticlockwise movement disorientingly, magically interweave.
"Each time the film flow is interrupted to record an image, the strobe light seemingly freezes the motion of the waterwheel - unleashing its motion patterns and creating an illusion of reversed motion and standstill - contradicting its actual speed. Our perception is tricked twice simultaneously: the illusion of the moving image is created in camera while the illusion of standstill is enforced by the strobing on the water wheel's patterns." (Lurf)
Over three minutes the revolutions accelerate in audibly mechanical crescendo, blades spurting water into air; eventually, the atmospheric tree-heavy waterside calm of the night reasserts itself. A hypnotic nocturne which gracefully intersects experimental cinema with the sensational world of the funfair - Lurf's title is evocatively redolent of showbiz spectaculars - Cavalcade provides a fleeting but indelible light in the darkness. This vision persists.
Neil Young in January 2019

Können wir unseren Augen trauen? Johann Lurfs Kurzfilme erkunden häufig das rätselhafte Terrain zwischen dem Realen und dem Wahrgenommenen. Ansichten und Töne zu verstehen, die unserer Umgebung entnommen wurden, wird mit Hilfe von subtilen, wunderschönen Trompe-l'œil-Effekten zur Herausforderung für unsere Sinne. Mit Cavalcade - gleichermaßen berückend in 2D wie in 3D - hat Lurf dafür erstmals direkt in den physischen Raum interveniert.
Der Künstler hat ein Wasserrad mit eineinhalb Metern Durchmesser entworfen und gebaut, dessen Vorderfront in mehrere Ringe mit Mustern in unterschiedlichen Formen und Farben unterteilt ist. Dieses Objekt wurde an einer Stelle in einem Bach fixiert. Wir können es von einem einzigen Blickpunkt aus zuerst in Ruhe, dann in Bewegung und wieder in Ruhe betrachten, während es in Stroboskoplicht erstrahlt, welches seinerseits mit 35mm Kameras synchronisiert wurde. Bewegung im und gegen den Uhrzeigersinn durchweben einander auf verwirrende, magische Weise: „Jedes Mal, wenn der Lauf des Films unterbrochen wird um ein Bild aufzuzeichnen, scheint das Stroboskoplicht die Bewegung des Wasserrads einzufrieren – und dabei seine Bewegungsmuster freizusetzen und eine Illusion der gegenläufigen Bewegung und des Stillstands zu erzeugen – im Widerspruch zu seiner tatsächlichen Geschwindigkeit. Unsere Wahrnehmung wird auf zwei Arten zugleich ausgetrickst: In der Kamera wird die Illusion eines bewegten Bildes erzeugt, während der Stroboeffekt die Illusion des Stillstands auf der Musterung des Wasserrades verstärkt.“ (Lurf)
Drei Minuten lang beschleunigen die Umschwünge in einem hörbaren mechanischen Crescendo, Radschaufeln spritzen Wasser in die Luft, dann stellt sich wieder die Stille der Nacht am stimmungsvollen, dicht bewaldeten Ufer ein. Als hypnotische Nocturne, welche das experimentelle Kino auf elegante Weise mit der sensationalistischen Welt des Jahrmarkts verschneidet – Lurfs Titelwahl evoziert den Duft von Showbiz-Spektakeln –, bietet Cavalcade ein flüchtiges, aber unauslöschliches Licht in der Dunkelheit. Diese Vision hat Bestand.
Neil Young im Jänner 2019

Der Diagonale’19-Trailer
Der diesjährige Trailer ist eine Kurzversion von Johann Lurfs neuem Kurzfilm Cavalcade: Er zeigt ein sich beschleunigendes, unter Stroboskoplicht sich plötzlich scheinbar rückwärts drehendes, farbenfrohes Wasserrad, das von kurzen Texten unterbrochen wird, die ein Aufruf gegen politische Hetze und Scheinwahrheiten sind. Auch das Wasserrad mit aufgedruckten konzentrischen Mustern ist im Kunsthaus ausgestellt und fügt sich mit den Bildern der Earth Series zu einer konzentrierten Ausstellung über visuelle Täuschungen im Bewegtbild: eine aufregend-sinnliche Untersuchung des filmischen Realitäts-, Illusions- und Imaginationspotenzials. Denn Film und Bild können sowohl schön als auch gewaltig lügen.
Kleine Zeitung am 6. März 2019

Een speciaal ontworpen waterrad en stroboscooplicht werken op elkaar in, gesynchroniseerd met twee 35mm-camera’s die het fenomeen in stereoscoopie filmen. Onze waarneming wordt tweemaal misleid op hetzelfde moment: de illusie van bewegend beeld wordt gecreëerd in de camera, terwijl het stroboscooplicht de illusie van stilstand in stand houdt op de patronen van het waterrad.
International Film Festival Rotterdam in January 2019

Een 3D rad van fortuin, waterrad, wheel of life, zelfgenererende camera/projector, ratelende filmspoel en optische illusie ineen. Je ogen duizelen nog minstens 14 uur na.
Dana Linssen in De Filmkrant, January 16th 2019

Ar galime pasitikėti savo akimis? Filme neriama į erdvę tarp realybės ir suvokimo, metant iššūkį žiūrovo pojūčiams, siekiantiems įprasminti patiriamus vaizdus ir garsus. Režisierius suardo fizinę erdvę įterpdamas į ją vandens ratą ir žaisdamas judėjimo bei stingulio iliuzija.
Vilnius International Film Festival, March 2019


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